Zurück auf dem Camino del Norte

Montag, 23. April 2018
Der nächste Camino del Norte: noch eine Woche bis zum ersten Schritt.

Es wird jedes Mal schlimmer: monatelang zermartere ich mir den Kopf darüber, welchen Jakobsweg ich diesmal wohl gehen könnte. Nochmal den Primitivo, auf den Frances, den Norte oder vielleicht mal nach Frankreich? Am Ende habe ich mich für meinen 14. Jakobsweg für den Camino del Norte entschieden.

Im letzten Jahr habe ich den ersten Teil von Irun bis Santander geschafft und war von der fantastischen Atmosphäre und der wunderbaren Küstenlinie sehr angetan. Die meisten befreundeten Norte-erfahrenen Pilger berichteten mir davon, dass ich damit wohl die landschaftlichen Highlights auch bereits hinter mir habe. Immerhin sei der Mittelteil aber noch ganz schön, bevor es zum Ende hin dann eher fad würde.

Camino del Norte in Kantabrien

Camino del Norte in Kantabrien

Für mehr als den Mittelteil reicht es ohnehin zeitlich nicht. Zwölf Tage inklusive An- und Abreise sind nicht allzu viel, aber ich bin dankbar für jeden Tag, es gibt für mich wahrlich genug von der Seele zu pilgern. Ich werde also nach Santander zurückkehren und von dort aus losziehen

Mein 14. Jakobsweg: Der Weg zum Startpunkt

Einen sinnvollen Direktflug von Hamburg aus habe ich nicht gefunden, also werde ich nun in Bilbao landen und von dort einen meiner geliebten ALSA-Busse nehmen. Wer neu dabei ist: das Busnetz in Spanien ist großartig, man kommt in Top-Bussen gut und schnell fast überall hin. Meine erste Nacht verbringe ich traditionell in einem Billu-Hotel, ich habe mir die erstbeste Hütte Nähe Zentrum gesucht. Bloß kein Luxus, schließlich will ich ja nach Möglichkeit auch wieder in den normalen Herbergen pennen.

Da die Strecke aus Santander raus auf den ersten Kilometern vor allem mir Industrie vom Feinsten glänzen soll, denke ich momentan noch darüber nach, dieses Stück am nächsten Morgen per Bahn hinter mich zu bringen. Ganz schlüssig bin ich mir da noch nicht.

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Ein erster Equipment-Check ergibt: noch mehr Technik mit als sonst.

→ Camcorder (wie immer will ich ein episches Zweistundenwerk drehen)
→ neues Stativ (Einbein mir weniger Gewicht als im Vorjahr)
→ Akkupack (10.000 ma/h und damit halb soviel Leistung als im Vorjahr, aber nur ein Drittel des Gewichts)
→ Tablet zum Bloggen
→ externe Tastatur
→ Ladegeräte
→ eine Drohne

Drohne? Ja, ich habe mir auf dem Grabbeltisch eine DJI Spark gekauft. Die wiegt 300 Gramm und ist das einzige Modell, das man auf einem Jakobsweg mitnehmen will (aber wer will schon unbedingt eine Drohne mitnehmen). Die Technik allein macht also schon diverse Kilos aus, vielleicht reduziere ich doch noch mal.

Zuviel technik

Zuviel Technik!

Meine Wanderschuhe sind frisch imprägniert, der Rucksack ebenso wie Regenjacke und Wanderhose noch top. Wanderstöcke brauche ich nicht, der Schlafsack hat sich bewährt. Kann also eigentlich los gehen. Der 30. April ist mein Startdatum, wenn das Wetter sich in etwa an die Vorgabe des letzten Jahres hält, dann gebe ich den Daumen hoch. Wen es interessiert: ich werde hier von unterwegs sicherlich bloggen! Also: stay tuned!

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