Foncebadon

Neuer Pilgerrekord

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Nach gerade veröffentlichten Zahlen des Pilgerbüros in Santiago sind im März mehr als 11.000 Pilger am Ziel angekommen. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Steigerung um 100 Prozent – es könnte also ein sehr volles Pilgerjahr werden. Die beiden Vormonate waren dagegen nur leicht über dem Niveau des letzten Jahres. Das „Heilige Jahr“ scheint sich also zunehmend herumzusprechen. Im letzten Heiligen Jahr 2010 waren im März unter 6000 Pilger unterwegs. Über den Camino Frances kamen im März 2016 und 64 Prozent der Pilger, der Anteil der Deutschen lag bei rund 20 Prozent.
Wer Ruhe und Besinnung sucht, wird dieses Jahr mit Sicherheit über eine Ausweichroute nachdenken müssen (vielleicht den Camino Primitivo?).

Währenddessen regt sich gegen die Kommerzialisierung des Weges stärkerer Widerstand. Federführend dabei ist die „Fraternidad Internacional del Camino de Santiago“, ein Zusammenschluss von Historikern, Soziologen, Hospitaleros und anderen Aktivisten. Sie hat sich im März in Sarria getroffen und fordert nun einen ungewöhnlichen Schritt: Die bisher für die Erlangung einer Pilgerurkunde notwendige Pilgerdistanz von 100 Kilometern soll auf 300 Kilometer ausgedehnt werden. So will man die Auswüchse abmildern. Ob und wann die Kirche diesem Vorschlag folgt, steht aber noch in den Sternen.

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