Packliste: Smartphone, WLAN und Handy auf dem Jakobsweg

Auch Technik gehört auf dem Jakobsweg inzwischen selbstverständlich zur Grundausrüstung. Nicht für jeden, denn viele suchen ja ganz bewusst einen Kontrast zur hektischen Welt. Falls du aber auch beim Pilgern immer mit deinem Smartphone connected sein möchtest, dann hier ein paar Tipps, was in deine Packliste sollte.

Handy Jakobsweg

Handy, Smartphone, WLAN und Mobilfunk auf dem Camino

Okay, jetzt kommt’s. Entweder ihr freut euch, das hier zu lesen, oder ihr werdet mich hassen. Ich gebe es zu, ich bin ein Technik-Junkie und, oh Gott, ich bin wahrscheinlich der erste Mensch gewesen, der sein Tablet mit auf den Jakobsweg genommen hat. Ich weiß, das ist nichts für Puristen. Aber ich pfeif drauf. Hier alles, was ich euch zum Thema WLAN, Handy und sonstiger Technik auf dem Jakobsweg erzählen kann.

WLAN auf dem Jakobsweg:

Schon aufgrund der starken Konkurrenz haben viele Herbergen und Restaurants inzwischen WLAN und Internet. Da sich das schnell rumspricht, beginnen die meisten müden Pilger also sofort nach Ankunft damit, ihre Facebook-Timeline zu füllen, Katzenvideos bei Youtube zu schauen oder ihr fotografiertes Essen hochzuladen. Es drängelt sich also sehr schnell in der Leitung und wird oft quälend langsam. Damit musst du leben. Oder du gehst einfach ins Restaurant gegenüber, wo das Pilgermenü schlecht, dafür aber die Leitung top ist. Außerhalb der großen Städte ist die Leitung allerdings eher selten top. Bei allen freien WLANs solltest du dir aber auch im Klaren sein, dass die Sicherheit nicht immer so richtig spitze ist. Auf Online-Banking würde ich also vorsichtshalber verzichten.

Handy, Smartphone und Tablet auf dem Jakobsweg:

Du möchtest deinen Lieben zuhause dauernd sagen, wie toll es auf dem Camino ist? Dann nimm dein Handy ruhig mit. Ab Sommer 2017 sollte es auch mit deinem Vertrag ziemlich günstig sein, in Spanien zu telefonieren oder mobil im Netz zu surfen. Denn die EU hat da gesetzlich einiges neu geordnet, die horrenden Roaming-Gebühren von früher sind passé. Stellt sich das alles als hürdenlos heraus, dann wird sich künftig auch keiner mehr einen großen Kopf um das Thema machen müssen.

Da das in den letzten Jahren noch nicht so war, habe ich meist bei Ebay eine spanische SIM-Karte gekauft. Die gibt es dort von Anbietern wie Vodafone oder Orange. Hat immer super geklappt. Man zahlt so in etwa 30 Euro für eine Karte, in der reichlich Telefonminuten und 3 GB inklusive sind. Aber wie gesagt: läuft mit den neuen EU-Regeln alles glatt, brauchst du das wahrscheinlich nicht mehr.
Wenn du dein Handy mitnimmst, kannst du in vielen Fällen auch deinen Fotoapparat zuhause lassen, denn die Kameras sind ja inzwischen oft sehr gut. Ich habe meist ein kleines Tablet dabei, ein Amazon Fire oder so. Dazu nutze ich eine externe Bluetooth-Tastatur. Sinn des Ganzen: ich schreibe meist von unterwegs für diese Internetseite.  Wenn ihr das nicht auch tut, dann könnt ihr mit Sicherheit darauf verzichten.

Immer unter Strom:

Für das ganze Technik-Gerödel braucht man natürlich Strom. Am Abend drängen sich dann auch die Handy-Ladegeräte an den Stromtankstellen. Nun möchte nicht jeder sein iPhone 7 plus über Nacht aus den Augen haben. Die schlaue Alternative: eine Powerbank. die Dinger sind nichts anderes als Akkus im Plastikgehäuse. Lieber also die Akku-Packs aufladen, denn wenn die mal einen anderen Besitzer finden, hält sich der Verlust in Grenzen. Mehr als 30 bis 40 Euro muss man da nicht ausgeben. Wenn du nur dein Handy mit Strom versorgen willst, dann reicht ein Powerbank mit etwa 5000 mAh Leistung. Hast du allerdings auch ein Tablet an Bord, dann würde ich eines mit 10.000 mAh empfehlen.

Der Camino Portugues ist 2016 mit
0 Pilgern
der zweitbeliebteste Jakobsweg gewesen

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