Mein Jakobsweg 2017: Unterwegs auf dem Camino del Norte

Der Camino del Norte, auch bekannt als Camino de la costa oder Küstenweg ist für viele Pilger eine willkommene Alternative zum stark überlaufenen Camino Frances.

Der Weg führt ab Irun rund 800 Kilometer nach Santiago de Compostela und durchzieht dabei das malerische Baskenland, Kantabrien, Asturien und Galizien. Große Strecken führen direkt an der oft spektakulären Steilküste entlang, auf dem Weg liegen so schöne Städt wie San Sebastian (Donostia) oder Bilbao. Im Mai und Juni 2017 war ich auf diesem Pilgerweg unterwegs. Den vollständigen Bericht findest du in den folgenden Abschnitten. Viel Spaß beim Lesen!

Das Streckenprofil des Camino del Norte

Mittwoch, 24. Mai 2017
Start zum Camino del Norte: Auftakt in Irun


Von Hamburg zum Camino del Norte

Von Hamburg nach Bilbao

Ich sitze im Flieger nach Bilbao, auf dem Weg zu meinem 11. Jakobsweg (oder ist es schon Nummer 12? Ich bin gerade nicht sicher) Diesmal soll es der Camino del Norte sein, der sich an der spanischen Nordküste von Irun im Baskenland rund 800 Kilometer bis nach Santiago ausstreckt, auf dem Weg dahin immer wieder das Meer zur Rechten. 800 Kilometer? Kaum für mich, denn dafür reicht wie immer die Zeit nicht aus. Zwölf Tage mit zehn Etappen habe ich mir vorgenommen, der ganze heutige Tag geht für die Anreise drauf.
Selten war ich so schlecht vorbereitet, es gab schlicht zu viele andere Baustellen, die mich in Atem gehalten haben und die mich noch immer sehr beschäftigen. Vielleicht sind es nicht die richtigen Voraussetzungen für einen Camino. Vielleicht aber gerade doch und deswegen.
Außer einem Flugticket und einer Busfahrkarte auf Baskisch habe ich nichts vorzuweisen. Meinen Rucksack habe ich routiniert gepackt, gar nicht groß nachgedacht. Einfach alles rein, was ich nach der Tour im letzten Jahr in den Schrank gepackt habe.

Doch noch an Bord...

Doch noch an Bord…

Schreck in der Morgenstunde…

Knapp elf Kilo zeigt die Flughafenwaage. Immerhin habe ich die Waage pünktlich erreicht, denn einige Stunden zuvor ist eine SMS von der Lufthansa eingetroffen: Flug annulliert. Ach so. Kurz darauf sehe ich, man hat mich umgebucht, es geht jetzt mit einem anderen Flieger zunächst nach Frankfurt und dann weiter nach Bilbao.
Warum der Nordweg? Nun, ich hatte ihn schon einmal geplant und mich dann kurzfristig für den Camino Primitivo entschieden. Bereut habe ich es damals nicht. Aber als Camino-Fanatiker muss ich irgendwie doch noch einen Haken am Nordweg machen, denn wie ich gerade lernen muss, sollte man mit seiner Bucket-List nicht allzu spät anfangen. Wie weit ich kommen werde? Keine Ahnung. Der Weg durchs Baskenland ist anspruchsvoll, da wird es kaum Marathon-Etappen geben. Am Ende jedenfalls nehme ich den erstbesten Bus zurück nach Bilbao, denn von dort geht es zurück nach Hamburg.

Extrem spanisches Bier

Extrem spanisches Bier

„Leicht bewölkt, 22 Grad“, trällert der Kapitän gerade durchs Mikrofon. Es hat auch Vorteile, wenn man später als sonst im Jahr unterwegs ist. Hurra! Ich komme pünktlich an, die Sonne scheint und ich weiß schon jetzt, dass ich meine lange Hose wohl gleich einmotten kann. Ich warte eine knappe halbe Stunde auf den Bus, der mich nach San Sebastian bringt, oder besser gesagt Donostia, wie es baskisch heißt. Bis hierher reicht mein Plan.
Nach gut zwei Stunden bin ich da. Eine Touriinfo vor Ort? Fehlanzeige! Ich maximiere mein Baskisch und werde auf den Zug verwiesen, der wohl häufig nach Irun fährt. Schnell werde ich von hilfsbereiten Menschen vor Ort in einen einfahrenden Zug geschoben, der allerdings auf halber Strecke endet. Warten auf den Anschluss. Gegen 17 Uhr habe ich endlich Irun erreicht, an der Grenze zwischen Frankreich und Spanien. Kein herausragender Ort, aber immerhin: den Startpunkt für morgen habe ich erreicht. Ich nehme ein schäbiges Zimmer in einer schäbigen Pension, für 30 Euro ein Schnapper. Der Abend reicht noch für ein Bier und ein Abendessen, dann versüße ich mir den Abend mit Schreiben.

Camino del Norte: Blick aus dem Hotel in Irun

Camino del Norte: Blick aus dem Hotel in Irun

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Donnerstag, 25. Mai 2017
Von Irun zu den zwölf Stämmen in Ulia

Um kurz vor sechs krieche ich aus dem Bett und nutze die Chance auf eine weitgehend unverkeimte Dusche.

Es geht los: in Irun

Es geht los: in Irun

Die Sachen sind schnell verpackt, ein ebenso schneller Kaffee bringt mich auf den Weg. Nach wenigen Schritten wird klar: ich hätte gleich mit kurzen Hosen loslaufen sollen, denn schon jetzt sind es fast 20 Grad. Es dürfte heiß werden heute.
Den ersten Pfeil zu finden ist die größte Herausforderung, aber ich brauche kaum fünf Minuten. Hurra, es kann nichts mehr schief gehen.

Pasaia: Rüber mit dem Boot

Pasaia: Rüber mit dem Boot

Mein Reiseführer legt mir nahe, vom Standard-Weg abzuweichen und unbedingt noch einem Städtchen einen Besuch abzustatten, das zu den schönsten Spaniens gehören soll. Da der Umweg sich in Grenzen hält, wage ich das Experiment.

Ein lohnenswerter Umweg über Hondarribia

Eine Viertelstunde später bin ich in Hondarribia, eine mittelalterliche Stadt mit einer schönen Kirche, vielen alten, blumengeschmückten Häusern und immerhin einem Palast von Karl dem Fünften. Genau der richtige Ort, um an diesem historischen Fleck auf die kurze Hose umzusteigen. Es ist eh noch kaum jemand auf den Straßen.

Camino del Norte: Die schöne Stadt Hondarribia

Camino del Norte: Die schöne Stadt Hondarribia

Nach dem Stadtbummel geht es ein Stück zurück, dann über eine laaange Treppe auf den Küstenweg. Mit dem zunehmenden Anstieg der Strecke steigen auch die Temperaturen. Das macht mich lahm. Ich komme an einer entscheidenden Stelle vorbei, an der sich Wegalternativen bieten: die Variante für Alpinisten und die normale.

Manchmal verwirrend: Die Wegweiser am Camino del Norte

Manchmal verwirrend: Die Wegweiser am Camino del Norte

Warum muss ich bloß immer glauben, dass der harte Weg bestimmt viel cooler ist? Der Weg ist so steil, als würde man eine Hauswand hoch gehen. Und ich dachte, nach dem Camino Primitivo kann mich nichts mehr schrecken. Aber das ist schon anspruchsvoll. Ich schwitze mich leer. Gut nur, dass ich etwas mehr Wasser eingepackt habe. Denn auf den 13 Kilometern bietet sich keine einzige Einkehrmöglichkeit.
Trotzdem ist es irgendwann alle, ich habe schon Halluzinationen von einer eiskalten Cola. Die bekomme ich schließlich in Pasaia, einem hübschen Dorf mit vielen baskischen Patrioten, wie die Vollbeflaggung zeigt. Mit einem kleinen Boot setze ich ins andere Teil des Dorfes über. Mein Buch sagt, es handle sich um den größten spanischen Naturhafen. Sehr hübsch. Es ist Mittag, und da ich noch nicht mal gefrühstückt habe, bestelle ich gleich zwei leckere Empanadas. Die liegen allerdings ganz schön schwer im Magen, wenn man danach wieder eine laaaaaaange Treppe bei 55 Grad hochgehen muss. Ich muss mehrfach Pause machen, aber der tolle Blick aufs Meer lädt ohnehin zum Stoppen ein. Richtig schön ist es hier, man spaziert über Waldpfade und Wiesen nah am Meer entlang. Aber diese Steigungen sind echt hart und ich muss gegen 15 Uhr kapitulieren: es ist zu heiß und ich habe für heute genug.

Ein Grabstein am Weg

Ein Grabstein am Weg

Bei den Fundamental-Christen in Ulia

In meinem Buch habe ich von der Herberge der „Zwölf Stämme“ gelesen, einige Kilometer vor San Sebastian läuft sie mir über den Weg. Die „Zwölf Stämme“ ist wohl das, was man landläufig eine Sekte nennt. Aber da ich ja auch in einer bin (Haha), habe ich wenig Berührungsängste. Ich werde äußert freundlich empfangen, es gibt ein tolles Zimmer, eine 1A-Dusche und einen selbstgemachten Kuchen vom Feinsten. Okay, daneben liegt jetzt zwar die Bibel, aber nur weil ich mit dem (deutschen) Hospitalero eine ideologisch-religiöse Grundsatzdiskussion vom Zaun breche. Ich darf trotzdem bleiben 🙂 und man ist wirklich sehr nett hier. Im Ernst. Außer mir gibt es nur einen weiteren Gast, Andre aus Kanada. Die meisten anderen Pilger (so viele sind es ohnehin nicht) schauen wenn überhaupt nur kurz hier rein, die meisten zieht es nach San Sebastian….



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Freitag, 26. Mai 2017
Von Ulia nach Getaria

Um sechs Uhr regt sich mein einziger Mitbewohner, und natürlich wache ich bei der Gelegenheit gleich mit auf.

Auf dem Weg nach Donostia

Auf dem Weg nach Donostia

Der Frühstückstisch ist bereits gedeckt, die freundlichen Ur-Christen kredenzen ihr frischestes Dinkel-Brot. Ein wirklich toller Ort, man winkt mir zum Abschied hinterher. Über diese Leute werde ich sicher noch eine Weile nachdenken, sie scheinen den Traum vom gemeinsamen Leben und Arbeiten hier tatsächlich konsequent durchzuziehen. Allerdings weiß ich auch nun ein paar wenig schmeichelhafte Hintergründe. Sie züchtigen Ihre Kinder mit einer „Rute“, begründen das mit der Bibel und mussten letztlich auch deswegen Deutschland verlassen.

Mini-Pilger unterwegs

Mini-Pilger unterwegs

Oh wie hübsch: San Sebastian

Kurz vor 7 mache ich mich auf den Weg, es geht eine ganze Weile durch den Wald, zum Glück meistens bergab. Nach einer halben Stunde laufe ich im schönen San Sebastian ein, hier könnte man auch gut länger bleiben. Ich laufe am Strand entlang, den man hier „Concha“ nennt, weil er sich wie eine Muschel aus dem Land herausschält.
Ich mache etwas langsamer, die Stadt ist zu hübsch um einfach nur durchzuhuschen. Ach….wenn ich die Tour nochmal machen würde, dann wäre San Sebastian sicher ein lohnendes Ziel für einen längeren Aufenthalt. Aber was soll’s, ich bin ja nicht zum Vergnügen hier. Schon hat sich die Temperatur wieder auf 25 Grad hochgespielt, ich schwitze aus allen Poren, als es wieder bergauf geht. Der Weg führt oft auch über Asphalt und Straßen, aber der Verkehr hält sich in Grenzen. Heute bin ich auch flotter unterwegs, ich komme langsam in meinen Rhythmus.

Highlight am Camino del Norte: Der Strand von San Sebastian

Highlight am Camino del Norte: Der Strand von San Sebastian

Viele Pilger begegnen mir nicht, doch auch das gefällt mir. Kein Vergleich zur Pilgerschlange, die sich zu dieser Zeit auf dem Camino Frances über die Piste schiebt.

Eine nette Geste von Anwohnern

Eine nette Geste von Anwohnern

Getaria: so eine nette Stadt

Unterwegs begegnet mir eine nicht enden wollende Kinderschar, die wohl eine Etappe läuft. Auf den steinigen Pisten stolpert kaum einer. Die Stadt Orio ist nach rund 18 Kilometern das erste Zwischenziel, ein nettes Städtchen, in dem ich eine kurze Mittagspause einlege. Ein kleines Bocadillo und ein Käffchen bringen Energie zurück und weiter geht es. Es geht bergauf und bergab, ich sehe von weitem schon die Stadt Zarautz, wo die meisten ihre Etappe abschließen. Aber mir gefällt es da nicht, die Stadt ist sehr modern, am Strand wimmelt es von Surfern. Hier will ich nicht bleiben, ich will noch ein Stückchen weiter. Nach einer Weile lande ich auf einem Weg, der parallel zur Straße läuft, aber direkt am Meer entlang führt. Ein leichter Wind vom Wasser macht die Temperatur erträglich. Mein Reiseführer erwähnt ein Dorf, in dem es eine Herberge geben soll, vielleicht dort? Mit den Herbergen ist es etwas dünn bestellt auf diesem Weg, vielleicht ändert sich das später. Ich bin unsicher, versuche mehrfach anzurufen, aber niemand geht ran. Macht nichts, no Risk no Fun.

Die baskische Stadt Getaria

Die baskische Stadt Getaria

Nach einer dreiviertel Stunde erreiche ich das Dorf, das sich eher als kleines Städtchen herausstellt.

Albergue Kanpaia: Kanpaia

Albergue Kanpaia: Kann man empfehlen

Die Herberge Kanpaia finde ich schnell, es gibt noch genug Betten und eine gute Dusche. Gegen 16.30 bin ich da, danach kommen noch viele Pilger und es wird voll: Franzosen, Spanier, ein Waliser. In der Herberge gibt es Pizza, ob ich da wirklich noch zum Essen in die Stadt muss? Mal sehen…
Die Herberge füllt sich noch bis auf den letzten Platz. Ich raffe mich auf,  im hübschen Städtchen doch noch etwas zu essen. Just als der Fischteller anlandet zieht  Wind auf, dunkle Wolken lassen  die ersten Regentropfen fallen. Schlägt jetzt etwa das Wetter um?
Ich erreiche die Herberge gerade noch, bevor das Unwetter loslegt, es blitzt und donnert, doch die ersten Pilger schnarchen schon entkräftet und unbeeindruckt vor sich hin. Es ist stickig, kein Wunder, denn es gibt nur einen großen Schlafsaal ohne Fenster.



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Samstag, 27. Mai 2017
Von Getaria nach Deba

Um sechs Uhr hebe ich mich aus dem Bett, das Rascheln um mich herum hat mich wieder geweckt. Einen Wecker braucht man hier einfach nicht, das übernehmen die anderen um mich herum. Heute will ich eine alternative Route zum offiziellen Jakobsweg gehen, mein Facebook-Freund Yves legt mir das nochmal sehr ans  Herz.

Verdammt: Falsch abgebogen

Verdammt: Falsch abgebogen

Los geht es bei dickem Nebel. Ob sich da der Aufwand lohnt?
Die ersten fünf Kilometer verlaufen noch auf dem normalen Weg, bis sich die Route in einem kleinen Dorf abspalten soll. Die angekündigte Kneipe finde ich zwar, aber sie hat geschlossen.

Küstenroute nach Deba

Küstenroute nach Deba

Dumm, denn ich wollte hier frühstücken und meine Wasservorräte auffüllen. Daraus wird jetzt nichts. Das könnte eng werden. Im Dorf geht irgendwas vor sich. Eine riesige Gruppe von Menschen steht auf dem Platz, Kamera-Leute filmen das Ganze. Mehrere TV-Wagen stehen herum. Aber ich suche meinen alternativen Weg, der statt durchs Landesinnere an der Küste entlangläuft. Er soll bei einem grünen Maschendrahtzaun beginnen. Blöd nur, dass das Dorf aus grünen Maschendrahtzäunen besteht. Ich entscheide mich und gehe einen Kilometer bergab, doch natürlich ist es der falsche Weg. Was nun? Umkehren? Den ganzen Kilometer wieder hoch? Ich hadere mit mir, kehre dann aber doch um. Per Messenger schreibe ich Yves, vielleicht kann er helfen. Sein Tipp hilft mir weiter, ich finde den richtigen Weg, die Beschreibung passt.
Eine Weile geht es durch einen Nadelwald. Dann öffnet sich der Horizont und ich sehe das Meer. An einem einsamen Bauernhof mit kläffenden Hunden vorbei lande ich schließlich an der Küste: fantastisch!

Die Steilküste ist spektakulär, die Natur einmalig. „Gut, dass ich doch noch umgekehrt bin“, denke ich.
Ich lande an einem Aussichtspunkt und bin sprachlos. Das hat sich gelohnt. Der Fels zieht sich in geraden Linien ins Wasser und schillert in tollen Farben von grün bis braun.
Aber leicht macht es mir der Weg nicht, es geht zum Teil brutal steil bergauf, dann wieder bergab, nur um wieder bergauf zu weisen. Mein Wasservorrat schwindet, und es gibt nichts, wo ich etwas dagegen tun könnte. Die Sonne ist auch wieder zurück und brennt mir auf den Schädel. Aber der Ausblick!

Toller Ausblick: aber nur auf der Kasper-Route

Toller Ausblick: aber nur auf der Kasper-Route

Gut 13 Kilometer lang ist dieser Abschnitt, aber er kommt mir doppelt so lang vor. Puh, kein Wasser mehr. Ich werde immer langsamer. Ich krieche die letzte Steigung hoch, zu einer Ruine, wo es einen Brunnen geben soll.

Tolle Felsformationen

Tolle Felsformationen

Endlich Wasser

Geschafft! Ein ganzer Liter läuft mir durch die Kehle. Es ist ein Uhr, mein Tempo ist unter aller Sau. Aber ich bin fertig und lege mich einfach eine halbe Stunde auf die Wiese. Die Kräfte kommen wieder und ich mache mich auf die letzten Kilometer nach Deba. Ich wollte eigentlich weiter, aber bei einer kurzen Recherche zeigt mir Google die nächste Herberge in fünf Kilometern als „dauerhaft geschlossen“ an. Ob das stimmt? Die letzten Bewertungen sind erst zwei Wochen alt. Aber das ist mir zu risikoreich, denn danach kommt erstmal lange nichts. Also in Deba bleiben. Aber für die Herberge muss man sich hier aus einem nicht vorhandenen Grund erstmal in der Touristeninfo registrieren, und die macht erst um 16 Uhr wieder die Tür auf. Ich nutze die Zeit für eine Falafel, schließlich habe ich noch nichts gegessen.

Volles Haus in Deba

Volles Haus in Deba

Um 16 Uhr registriere ich mich brav und wandere zur Herberge, die im obersten Stockwerk des Bahnhofs angesiedelt ist. Schlappe 5 Euro kostet die Übernachtung. Ich richte mich ein, dusche ausgiebig und schaue mir die Stadt und die Kirche an. Auf dem Platz haben sich anscheinend sämtliche Einwohner versammelt. Schön hier! Für mich macht sich hier immer der große Unterschied zwischen Deutschland und Spanien bemerkbar: die Familie geht gemeinsam und quer über die Generationen am Abend auf ein kleines Schwätzchen in die Kneipe am Ort. Den Abend verbringe ich mit Stefaan, einem belgischen Berliner. Wir essen gemeinsam, unterhalten uns über den tieferen Sinn des Lebens und juckeln gegen halb zehn in die Herberge. Den Sinn haben wir übrigens bis dahin beide nicht entdeckt.



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